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05. Februar 2026
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Kanton Bern: Vorsicht vor «falschen Handwerkerinnen und Handwerkern»

In der letzten Woche verzeichnete die Kantonspolizei Bern eine Häufung von Meldungen zu sogenannten «falschen Handwerkerinnen und Handwerkern». In mehreren Fällen konnte die Täterschaft Wertgegenstände wie Bargeld oder Schmuck erbeuten. Die Kantonspolizei Bern warnt und gibt Tipps.

Seit Montag, 26. Januar 2026, sind bei der Kantonspolizei Bern mehrere Meldungen zu sogenannten «falschen Handwerkerinnen und Handwerkern» in den Regionen Mittelland-Emmental-Oberaargau und Bern eingegangen. In vier Fällen gelang es der unbekannten Täterschaft, Wertgegenstände wie Schmuck und Bargeld zu erbeuten.

Die Täterschaft ging dabei immer nach einem ähnlichen Schema vor. Eine Person meldet sich vor Ort bei einem Wohndomizil und gibt sich beispielsweise als Vertretung einer Verwaltung, eines Handwerkbetriebs oder eines Energieunternehmens aus. Unter dem Vorwand, in einem bestimmten Teil der Liegenschaft eine Kontrolle durchführen zu müssen, wird die angebliche Vertreterin oder Vertreter in die entsprechenden Räume geführt. Während die Bewohnenden durch Gespräche abgelenkt werden, verschafft sich eine Mittäterschaft über die unverschlossene Haustür Zugang in die Liegenschaft und entwendet Wertgegenstände. Oft wird der Diebstahl von den Geschädigten erst später bemerkt. 

Die Kantonspolizei Bern erinnert in diesem Zusammenhang an folgende Verhaltenstipps:

  • Lassen Sie grundsätzlich keine fremden Personen unangemeldet in Ihre Wohnung und lassen Sie sich nicht dazu drängen. 
  • Nutzen Sie ihre Gegensprechanlage oder kommunizieren Sie über ein Fenster mit unbekannten Personen.
  • Fragen Sie nach einem Ausweis und schauen Sie diesen genau an. 
  • Kontaktieren Sie die Hausverwaltung oder die entsprechende Behörde und erkundigen Sie sich über die Personen und Richtigkeit des Auftrags. Lassen Sie die Personen im Aussenbereich warten und schliessen Sie die Türe währenddessen ab.
  • Falls Sie ein mulmiges Gefühl haben, vereinbaren Sie einen späteren Termin und ziehen eine Vertrauensperson bei. 
  • Sprechen Sie dieses Thema in der Nachbarschaft an und bieten Sie älteren Nachbarinnen und Nachbarn allenfalls an, dass sie Sie bei Unsicherheiten kontaktieren dürfen. 

Weiterhin gelten Tipps wie Nachbarschaftshilfe oder verdächtige Beobachtungen an die Kantonspolizei Bern via den Notrufnummern 112 oder 117 zu melden.

(gz)

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