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12. Februar 2026
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Kanton Bern: Vorsicht vor Telefonbetrug

Die Kantonspolizei Bern verzeichnet seit letzter Woche eine starke Zunahme von Meldungen über betrügerische Telefonanrufe im ganzen Kanton Bern. In zwei Fällen gelang es der unbekannten Täterschaft, einen Betrag von insgesamt CHF 188'000 zu erbeuten. Die Polizei gibt Präventionstipps.

Seit Anfang Februar stellt die Kantonspolizei Bern eine starke Zunahme von Meldungen über betrügerische Telefonanrufe fest. Die Meldungen betreffen den ganzen Kanton Bern, wobei die Anrufe sowohl in Schweizerdeutsch, Deutsch, Französisch als auch in Englisch getätigt wurden.

Bei den aktuell gemeldeten Betrugsversuchen kontaktieren die Täterinnen und Täter die Opfer stets telefonisch und geben sich als Vertretung der Polizei, einer Behörde oder einer Schweizer Bank aus. Da es sich um mehrere Tätergruppen handelt, sind die anschliessenden Vorgehensweisen jeweils unterschiedlich.

In einem Fall vom 3. Februar gab sich eine Täterschaft als Vertretung einer Bundesbehörde aus. Sie machte geltend, dass das Bankkonto der Geschädigten im Begriff sei, gehackt zu werden. Im Anschluss hob die Geschädigte mehrmals Geld ab und deponierte dieses an einem vorgegebenen Standort. Mit diesem Vorgehen erbeutete die Täterschaft Bargeld von insgesamt rund CHF 127'000.

In einem anderen Fall vom 7. Februar erklärte eine Täterschaft, dass ein Problem mit dem Bankkonto bestehe und der Download einer Software notwendig sei. Diese Software ermöglicht der Täterschaft den Fernzugriff auf einen fremden Computer. Nachdem die Geschädigte die Software installiert hatte, wurde sie dazu aufgefordert, sich im E-Banking ihrer Bank einzuloggen. Über den Fernzugriff konnte die Täterschaft anschliessend mehrere Banküberweisungen von insgesamt rund CHF 61'000 veranlassen.

Die Kantonspolizei Bern ruft in diesem Zusammenhang zur Vorsicht auf (siehe dazu auch unseren Blogbeitrag). Mit diesen Tipps schützen Sie sich, Verwandte und Bekannte:

  • Gehen Sie nicht auf Telefonanrufe ein, in denen Unbekannte Sie dazu bringen wollen, eine Software zu installieren, Bargeld abzuheben, zu zahlen oder Geld, Bankkarten oder Wertsachen zu übergeben oder zu hinterlegen.
  • Beenden Sie ein solches Telefongespräch und melden Sie den verdächtigen Anruf der Polizei.
  •  Geben Sie weder am Telefon noch persönlich Passwörter, Angaben zu Ihren finanziellen Verhältnissen sowie Daten von Bankkonten und Kreditkarennummern an fremde Personen weiter. Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Behörden und Banken fragen nie nach Bankkarten und/oder PIN-Codes.
  • Sprechen Sie mit älteren Personen in Ihrem Umfeld darüber und geben Sie die Warnung weiter.

(gz)

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