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Herzogenbuchsee / Zeugenaufruf: Fahndung nach Angriff auf YB-Extrazug im August 2017

7. August 2019

Im Zusammenhang mit einem Angriff auf einen Extrazug mit Fans des BSC YB im August 2017 in Herzogenbuchsee hat die zuständige Staatsanwaltschaft eine Öffentlichkeitsfahndung verfügt. Mehrere Personen hatten den Zug, der Berner Fans an das Auswärtsspiel gegen den FC Zürich brachte, während eines geplanten Halts gestürmt. Ein Zugmitarbeiter wurde verletzt. Innert Wochenfrist werden verdeckte Bilder der mutmasslichen Täter publiziert.

Am Samstag, 19. August 2017, wurde der Kantonspolizei Bern gemeldet, dass in Herzogenbuchsee ein Extrazug mit Fans des BSC YB angegriffen worden sei. Als die umgehend ausgerückten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, konnten sie vor Ort keine Personen mehr antreffen. Ebenso war auch der Extrazug, welcher Berner Fans an das Meisterschaftsspiel gegen den FC Zürich nach Zürich brachte, bereits wieder losgefahren. Im Zuge der darauffolgenden Abklärungen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass gegen 1650 Uhr mehrere Männer – mutmasslich Anhänger des FC Zürich – die Zugskomposition während eines geplanten Halts am Bahnhof Herzogenbuchsee gestürmt und in der Folge Personen bedroht und tätlich angegriffen hatten. Ein Mitarbeiter des Zugpersonals wurde dabei verletzt und musste sich später in Spitalpflege begeben. Die Angreifer verübten am Zug zudem Sachbeschädigungen in der Höhe von mehreren tausend Franken. Nach dem Angriff fuhren die Täter Erkenntnissen zufolge über die Autobahn A1 zurück in Richtung Zürich und machten dabei Halt an der Raststätte Kölliken Süd.

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen zum Fall wurden unter anderem Foto- und Videoaufnahmen sichergestellt und detailliert ausgewertet. In Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Zürich konnten sechs tatverdächtige Personen identifiziert werden. Die Männer im Alter zwischen 22 und 28 Jahren wurden in der Folge wegen diverser Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch sowie das Eisenbahn- und das Personenbeförderungsgesetz angezeigt. Gegen die Angezeigten wurden zudem durch die Kantonspolizei Bern in der Zwischenzeit Rayonverbote gemäss den Bestimmungen des Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen ausgesprochen.

Weitere Personen, die unter dringendem Tatverdacht stehen, am gezielten Angriff beteiligt gewesen zu sein, und die auf Bilder eindeutig bezeichnet werden konnten, sind trotz intensiver Fahndungsmassnahmen bis heute unbekannt. Gestützt auf die bisherigen Ermittlungen hat die zuständige Regionale Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau daher eine Öffentlichkeitsfahndung verfügt.

Sollten bis am Mittwoch, 14. August 2019, keine Hinweise zur Identität der Gesuchten eingehen, werden zu diesem Zeitpunkt auf der Website der Kantonspolizei Bern zunächst verdeckte Bilder mehrerer mutmasslicher Täter veröffentlicht. In all jenen Fällen, in welchen innert weiterer Wochenfrist keine Identifikation erfolgt, wird anschliessend die Veröffentlichung des unverdeckten Bildmaterials verfügt. Die entsprechende Publikation ist für Mittwoch, 21. August 2019, vorgesehen. Sollten sich Tatverdächtige vorzeitig melden oder identifiziert worden sein, wird von der jeweiligen Publikation abgesehen.

Personen, welche am Angriff vom 19. August 2017 beteiligt gewesen waren, wie auch Zeugen des Vorfalls, die etwa sachdienliche Hinweise zur Täterschaft haben, können sich bei der Kantonspolizei Bern unter der Telefonnummer +41 31 634 41 11 melden.

Regionale Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau
(jad)

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