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Kanton Bern: Enkeltrickbetrüger vermehrt aktiv

12. Oktober 2018

Seit Anfang September sind bei der Kantonspolizei Bern aus dem ganzen Kanton vermehrt Meldungen zu versuchten Enkeltrickbetrügereien eingegangen. In zwei Fällen war die Täterschaft erfolgreich und erbeutete jeweils mehrere 10'000 Franken. Die Kantonspolizei Bern mahnt zur Vorsicht und gibt Tipps.

Seit Anfang September 2018 sind bei der Kantonspolizei Bern aus dem gesamten Kantonsgebiet rund 30 Meldungen zu versuchten Enkeltrickbetrügereien eingegangen. Über ein Drittel der Meldungen ging im Oktober ein. Nach bisherigen Erkenntnissen gaben sich die Anrufer als Bekannte oder entfernte Verwandte der Opfer aus und machten eine finanzielle Notlage geltend. In den meisten Fällen gingen die angerufenen Personen erfreulicherweise nicht auf die Forderungen der Täterschaft ein, sondern meldeten den Betrugsversuch der Polizei.

In zwei Fällen gelang es unbekannten Täterschaften jedoch, mehrere 10'000 Franken zu erbeuten. In einem Fall, welcher der Kantonspolizei Bern am 10. Oktober 2018 gemeldet wurde, hatten Anrufer eine Frau aus dem Raum Biel im Zuge mehrerer Telefongespräche aufgefordert, eine grosse Summe Bargeld abzuheben und diese schliesslich an der Haustüre einer Mittelsperson zu übergeben. Ein ähnlich gelagerter Fall wurde der Kantonspolizei Bern bereits Mitte September 2018 gemeldet, als eine Frau aus dem Raum Bern einer unbekannten Person ebenfalls mehrere 10'000 Franken übergeben hat. Die Täterschaft konnte in beiden Fällen bislang nicht identifiziert werden, die Ermittlungen sind im Gang.

Vor diesem Hintergrund mahnt die Kantonspolizei Bern erneut zur Vorsicht und gibt folgende Verhaltenstipps:

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber Personen, die sich am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellen wollen, aber angeblich Verwandte oder Bekannte sind.
  • Oftmals stellen die Anrufer/innen Fragen wie "Rate mal, wer ich bin?" oder "Kennst du mich noch?".
  • Geben Sie keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen bekannt.
  • Nehmen Sie bei Anrufen mit Forderungen nach Geld oder Schmuck Rücksprache mit Familienangehörigen oder Vertrauenspersonen.
  • Rufen Sie den Verwandten oder Bekannten, welcher der Anrufer oder die Anruferin vorgibt zu sein, selbst an und erkundigen Sie sich nach der gestellten Forderung.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Schmuck an unbekannte Personen.
  • Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei über die Notrufnummern 117 oder 112.

Weitere Informationen und Tipps, wie Sie sich vor Enkeltrickbetrügern schützen können, finden Sie auf der Präventionsseite der Kantonspolizei Bern.

Kantonale Staatsanwaltschaft für die Verfolgung von Wirtschaftsdelikten
(dal)

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