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Kommandant-Stellvertreter Stefan Blättler an der Medienkonferenz zum Reorganisationsprojekt AIDA

2. Mai 2005

AIDA ist breit abgestützt

Kommandant-Stellvertreter Stefan Blättler an der Medienkonferenz vom 2. Mai 2005

AIDA - Die Einsatzkonzeption den aktuellen Anforderungen anpassen

AIDA hat für die Kantonspolizei Bern eine hohe Bedeutung. Es geht einerseits darum, die Einsatzkonzeption den aktuellen Anforderungen anzupassen, Synergien zu nutzen sowie Abläufe und Schnittstellen zu optimieren. Das Ziel: Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln noch mehr Sicherheit produzieren. Auf der andern Seite geht es auch darum, Verbesserungen zu realisieren, die sich direkt und positiv auf die Arbeit unserer Mitarbeitenden auswirken.

Die Konzeption AIDA ist von einem Projektteam erarbeitet worden, in dem sowohl die Fachabteilungen als auch verschiedene Mitarbeiter- und Kaderstufen und der Polizeiverband Bern-Kanton vertreten sind. Die Umsetzung selber ist in insgesamt neun Teilprojekten geplant worden. Als externer Berater ist mit „TC Team Consult“ ein Unternehmen beigezogen worden, das langjährige internationale Erfahrung auf dem Gebiet der Polizeiorganisation hat. Den Gesamtprojektausschuss präsidiert Frau Regierungsrätin Dora Andres, Polizei- und Militärdirektorin des Kantons Bern, persönlich.

Die breite Abstützung des Projekts, die umfassende und regelmässige Information der Mitarbeitenden, möglichst mitarbeiterverträgliche Lösungen und gezielte Führungsmassnahmen haben dazu geführt, dass bisher AIDA vom Korps weitgehend mitgetragen worden ist. Veränderungsprozesse sind jedoch immer schwierig, und es bedarf noch breiter Anstrengungen, um AIDA im ganzen Kanton Wirklichkeit werden zu lassen.

Was ist darunter konkret zu verstehen ? Einige Massnahmen:

Stärkung der lokalen Sicherheit

Ein besonderes Schwergewicht wird auf die Verstärkung der lokalen Sicherheit gelegt, also dort, wo unsere Bevölkerung direkt von unserer Arbeit profitieren kann. Das entsprechende Bedürfnis ist aus der Ist-Analyse als wichtige Priorität hervorgegangen. Durch Verlagerung von Aufgaben und Ressourcen von der mobilen Polizei (dem heutigen primären 24-Stunden-Einsatzelement) hin zur stationierten Polizei wird nun eine Akzentverschiebung vorgenommen. Der Pilotversuch startet heute im Berner Oberland, und am 1. Mai 2006 folgenden die beiden andern Regionen Mittelland-Emmental-Oberaargau bzw. Seeland - Berner Jura.

Künftig werden wir im Kanton Bern noch 60 Polizeiwachen haben. AIDA hat den SAR-Auftrag der Postenschliessungen erfüllen müssen, der Kommandant hat es gesagt. Für uns ist es darum gegangen, eine polizeitaktisch sinnvolle Lösung zu finden, die Folgen der Postenschliessungen aufzufangen und die Einsatzkonzeption anzupassen. Heute sind wir überzeugt, künftig ein Netz von Wachen zu haben, das wirtschaftlich und effizient zugleich sein wird. Die Wachen werden, anders als die kleinen Posten heute, an sechs Tagen pro Woche geöffnet sein. Und im Ausnahmefall kann eine Gegensprechanlage für Informationen benutzt werden.

Lokale Sicherheit hängt aber nicht von der Existenz der Polizeiwache in einer Gemeinde ab. Sie wird in jeder Gemeinde nach derselben Qualität erbracht. Die Kantonspolizei will vermehrt auch hin zum Bürger. Und jene Polizistinnen und Polizisten, deren Posten geschlossen worden ist, werden ihr geschätztes Knowhow ohne Zweifel auch künftig direkt einbringen.

Mehr Prävention

Eine zweite Gewichtsverlagerung betrifft die Prävention. Bereits heute leistet die Kantonspolizei Beachtliches im Bereich der Prävention. Doch mangelt es an Koordination und zum Teil auch an Kapazitäten und Breitenwirkung. Die Kantonspolizei Bern dokumentiert mit der Schaffung der Stelle des Chefs Prävention im Polizeikommando und den Präventionsverantwortlichen in den Frontabteilungen, dass der Stellenwert der Prävention in der Polizeiarbeit wesentlich verstärkt werden soll. Das gilt für den kriminalpolizeilichen wie den verkehrs- und sicherheits-polizeilichen Bereich. Umgesetzt werden sollen auch Formen des Sicherheitsmarketings und des „Community Policing“. Sicherheitsanalysen liefern Grundlagen für Massnahmen, die zusammen mit Partnern entwickelt und umgesetzt werden. Das Ziel sind mess- und/oder sichtbare Resultate.

Rasche Einsatzbereitschaft in heiklen Situationen

Die Kantonspolizei Bern reagiert mit AIDA gezielt auf die auffällig zunehmenden Gewaltakte, Taten von Links- oder Rechtsextremisten und Hooligans. Sie hat ein neues Ordnungsdienst-Einsatzelement geschaffen, das rasch im ganzen Kanton an einem Brennpunkt zum Einsatz kommen kann. Dieses Element steht insbesondere am Wochenende, wenn die meisten Vorfälle verzeichnet werden, im Einsatz.

Unité de doctrine in Einsatzführung und Fallbearbeitung

Mit der Definition von Prozessen zur Optimierung der Arbeitsabläufe, der Reduktion von Schnittstellen und neuen Checklisten wird sichergestellt, dass im ganzen Kanton sowohl die Einsatzführung als auch die Fallbearbeitung nach einheitlichen Kriterien erfolgt. Dies bedingt zwar noch einen beträchtlichen Ausbildungsbedarf, bedeutet aber letztlich einen echten Sicherheitsgewinn.

Ein wesentlicher neuer Akzent in der Verkehrssicherheit schliesslich wird die automatische Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachung sein, ein Projekt, nicht von AIDA geplant, aber in der Umsetzung (bis 2010) integriert: Im laufenden Jahr werden auf der A5 im Bereich Tüscherz- Alfermée drei fixe, digitale Geschwindigkeitsmessanlagen installiert. Dies ist eine von verschiedenen Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der A5 zwischen Biel und La Neuveville. Zum Schutz der Fussgänger und für die Schulwegsicherung werden im Kanton Bern Fussgängerübergänge mit hohem Gefahrenpotenzial mit Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachungskameras ausgerüstet. Das Konzept sieht vor, im laufenden Jahr fünf und danach bis 2010 jährlich zwei Anlagen auszurüsten. Vorgesehene Standorte 2005: 3 Anlagen in Thun (Umrüstung auf Digitalkameras), eine Anlage in Burgdorf und eine Anlage in Muri. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in den nächsten Jahren zusätzliche automatische Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen realisiert werden.

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