Die Seepolizei im Kanton Bern
Organisation
Aufgaben
Neue Infoblätter, neue Broschüre
Aus- und Weiterbildung
Thunersee
Brienzersee
Bielersee
Wohlensee
FAQ
Links
Aktuelle Wasserdaten im Kanton Bern
Aktuelle Sturmwarnung Kanton Bern
Organisation
Die Seepolizei der Kantonspolizei Bern wurde 1963 ins Leben gerufen. Dabei wurden Stützpunkte in Bönigen, Spiez, Hinterkappelen und Twann errichtet. In den 90er-Jahren wurde die Kantonspolizei reorganisiert. Dabei wurden die vier Seepolizei-Stützpunkte in die Stationierte Polizei integriert. Es wurden zwei Seengruppen gebildet:
- Erste Seengruppe mit der Fachstelle Thunersee in Spiez und der Fachstelle Brienzersee in Bönigen.
- Zweite Seengruppe mit der Fachstelle Bielersee in Twann und der Fachstelle Wohlensee in Hinterkappelen.
Die beiden Seengruppen werden jeweils durch einen Fachstellenleiter geführt. Diese sind in Spiez und Twann stationiert.
Die Fachstellen sind wie folgt organisiert:
Thunersee
In Spiez sind 7 Taucher / Schiffsführer stationiert. Alle auf der Wache Spiez tätigen Polizisten versehen nebst dem Seepolizeidienst auch den ordentlichen Polizeidienst im Raum Spiez / Niedersimmental.
Am 11. August 1998 konnte der Stützpunkt Güetital in Faulensee eingeweiht werden. Dort befinden sich die Dienstboote sowie sämtliches Einsatzmaterial. Die Büroräumlichkleiten sind nach wie vor in der Polizeiwache Spiez untergebracht.
Brienzersee
In Bönigen sind zwei Taucher / Schiffsführer stationiert. Diese werden auch für den ordentlichen Polizeidienst auf der Wache Interlaken eingesetzt. Ein weiterer Taucher / Schiffführer sowie ein Schiffführer sind auf der Polizeiwache Interlaken stationiert.
Bielersee
In Twann sind sechs Taucher / Schiffsführer fest stationiert. Weiter sind von der Mannschaft der Stationierten Polizei in Biel drei weitere Mitarbeiter als Taucher / Schiffsführer ausgebildet. Die sechs Mitarbeiter leisten ihren Dienst vom 1. April bis 30. Oktober mehrheitlich in Twann. Bei besonderen Vorkommnissen können die drei Mitarbeiter von Biel beigezogen werden. Während der Wintermonate leisten drei Mitarbeiter von Twann ihren Dienst in Biel.
Die Seepolizei Bielersee bezog 1976 ihren Stützpunkt. Im umgebauten Max-Engelhaus in Kleintwann befinden sich die Büros. In der Hafenanlage Kleintwann stehen der Seepolizei ein Bootshaus, eine Werkhalle, sowie eine 8-Tonnen- Krananlage zur Verfügung, die auch durch private Bootseigner gemietet werden kann.
Wohlensee
In Hinterkappelen sind drei Mitarbeitende stationiert. Sie sind zusammen mit vier weiteren Mitarbeitern aus der Region als Schiffsführer ausgebildet. Sie versehen den Seepolizeidienst auf dem Wohlensee sowie den ordentlichen Polizeidienst im Stationskreis Hinterkappelen. Für Taucheinsätze werden Seepolizisten aus Twann oder der Sanitätspolizei Bern angefordert.

Aufgaben
- Oberstes Gebot für die Seepolizei ist die Rettung und Erhaltung menschlichen Lebens. Die Seepolizei arbeitet eng mit den privat organisierten Rettungsdiensten zusammen.
- Durch Patrouillen und Schifffahrtskontrollen gewährt die Seepolizei die Sicherheit auf dem Wasser.
- Aufgrund ihrer Erfahrungen gibt sie spezielle Gefahren auf Seen und Flussabschnitten bekannt.
- Sie ist zuständig für den Sturmwarndienst, also das Ein- und Ausschalten der Sturmwarnleuchten. Beim Auftreten von lokalen Unwettern kann die Fachstelle das Einschalten der Vorwarnung bzw. der Sturmwarnung anordnen.
- Der Rettungs- und Bergungsdienst sowie die Suche nach Menschen und Material auf allen bernischen Seen wird von der Seepolizei und - im Auftrag des Kantons - von privaten Rettungsdiensten wahrgenommen, welche auf diesem Gebiet die Seepolizei sehr effizient unterstützen.
- Mit Massnahmen gegen das Schwemmholz oder mit Oelwehren hilft die Seepolizei im Kampf gegen Gewässerverschmutzungen mit.

Aus- und Weiterbildung
Die Mitarbeiter der Seepolizei werden nach Abschluss der Polizeischule für ihre spezifischen Aufgaben ausgebildet. Dazu gehören u.a.:
- Schifffahrtsausbildung auf See und Fluss
- Allgemeine seemännische Grundregeln
- Kenntnisse in Meteorologie
- Erste Hilfe (Suchen – Retten – Bergen)
- Radarkenntnisse
- Gewässerschutz
- Tauchausbildung
Nach der Grundausbildung folgt eine laufende Weiterbildung durch erfahrene Mitarbeiter der Seepolizei. Ziel ist der Erwerb der verschiedenen Ausweise. Im Bereich der Tauchausbildung wird innerhalb von zwei Jahren das Brevet Zweisterntaucher D2 der CMAS.CH angestrebt. Nach mehreren Jahren Erfahrung wird das Brevet Dreisterntaucher D3 der CMAS.CH erworben. Für die polizeispezifische Tauchausbildung wird das Polizeitaucherbrevet des Schweizerischen Polizei-Instituts absolviert. Für die lebensrettenden Sofortmassnahmen wird eine regelmässige Weiterbildung gepflegt.

|