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Kanton Bern: Umfangreiche Ermittlungen zu Menschenschleusung abgeschlossen

22. Mai 2017

Der Kantonspolizei Bern ist es nach aufwändigen Ermittlungen gelungen, zwei Personen festzunehmen, die unter dem dringenden Verdacht stehen, Menschen aus Sri Lanka in die Schweiz eingeschleust zu haben. Sie werden sich unter anderem wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz vor der Justiz verantworten müssen.

Unter der Leitung der kantonalen Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben führte die Kantonspolizei Bern während mehrerer Monate ein aufwändiges Ermittlungsverfahren gegen Personen, die der Förderung der illegalen Einreise verdächtigt werden. In diesem Zusammenhang wurden im Mai 2016 in Biel ein Mann und eine Frau festgenommen. Insbesondere der Mann steht dabei in Verdacht, von der Schweiz aus in Bereicherungsabsicht die illegale Einreise von Personen aus Sri Lanka in den Schengen-Raum sowie in die Schweiz mitorganisiert zu haben. Dazu soll er auf zahlreiche internationale Kontakte zurückgegriffen haben. Ermittlungen zufolge führte die Reise die schleusungswilligen Personen von Colombo aus auf dem Luftweg nach Dubai oder Qatar und von dort auf dem Land- und Seeweg in den Iran, die Türkei und weiter in den Schengen-Raum mit Enddestination Schweiz oder umliegende Länder. Für die jeweiligen Grenzübertritte waren teilweise gefälschte oder nicht zustehende Pässe und Visa verwendet worden.

Dem 27-jährigen Mann aus Sri Lanka wird vorgeworfen, in der Zeit von August 2015 bis Mai 2016 an der Organisation von zirka 85 Schleusungen und ungefähr 15 Schleusungsversuchen beteiligt gewesen zu sein. Der dabei von ihm erzielte Reingewinn wird auf zirka 100'000 Franken geschätzt. Gestützt auf die getätigten Ermittlungen muss davon ausgegangen werden, dass zur Eintreibung der Schleusungsschulden gegen die schleusungswilligen Menschen teilweise physische Gewalt angedroht wurde. Sowohl der Mann wie auch seine 24-jährige Gehilfin, eine französische Staatsangehörige, sind weitgehend geständig. Die Beiden werden sich unter anderem wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz vor der Justiz zu verantworten haben.

Die Ermittlungen sind eingeleitet worden, nachdem die Kantonspolizei Zürich Ende 2015 einen 47-jährigen Mann aus Sri Lanka verhaftet hatte. Dieser hatte von der Schweiz aus die illegale Einreise von Personen aus Sri Lanka in den Schengen-Raum oder in die Schweiz organisiert. Die weiteren umfangreichen Ermittlungen, die in enger Zusammenarbeit zwischen den beiden Polizeikorps erfolgten, führten letztlich zu den beiden Festnahmen im Kanton Bern und sind nun abgeschlossen.

Kantonale Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben
(ra)

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