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Gezielte Massnahmenoptimierung nach Vertiefungsstudie

29. Februar 2016

Die Kantonspolizei Bern hat nach 2011 erneut eine kantonale Vertiefungsstudie zur Kriminalität und Opfererfahrungen in Auftrag gegeben. Ziel war es, die polizeiliche Arbeit vertieft unter die Lupe nehmen zu lassen und allfällige Handlungsfelder zu erkennen. Die Studie hat gezeigt, dass sowohl das Vertrauen in die Polizei als auch die Zufriedenheit mit deren Arbeit kantonsweit hoch sind. Dennoch müssen weitere Verbesserungen an die Hand genommen werden.

Die Kantonspolizei Bern hat erneut eine kantonale Vertiefungsstudie zu Kriminalität und Opfererfahrungen in Auftrag geben. Diese wurde von Killias Research & Consulting ausgeführt und erfolgte im Rahmen einer repräsentativen nationalen Studie, wie sie 2011 zuletzt durchgeführt wurde. Mit der Studie soll ein vertiefter Einblick in das Empfinden, die Erlebnisse sowie die Bedürfnisse der Bevölkerung erreicht werden. Dies auch als Ergänzung zur Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), welche ausschliesslich die polizeilich registrierten Vorfälle ausweist. Insgesamt wurden rund 500 Personen befragt.

Die aktuelle Vertiefungsstudie zeigt, dass die Schwerpunkte, welche im Nachgang zur ersten Studie definiert wurden, mehrheitlich zielführend waren. Das Vertrauen in die Polizei konnte zwar weiter gesteigert werden und auch die Zufriedenheit mit der Arbeit der Polizei ist gestiegen. "Wir dürfen uns aber nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sondern wollen genau hinsehen und uns weiter verbessern", erklärt Polizeikommandant Stefan Blättler. Die Dienstleistungen sollen weiterhin optimiert werden, um gezielt auf die Bedürfnisse der Berner Bevölkerung eingehen zu können.

Zufriedenheit mit Arbeit und Präsenz der Kantonspolizei Bern
Im Kanton Bern beurteilen 88,7 Prozent der Bevölkerung die Arbeit der Kantonspolizei Bern als ziemlich gut bis sehr gut. Damit hat der Anteil der positiven Bewertungen im Kanton Bern deutlich stärker zugenommen als in der übrigen Schweiz. Dennoch konnte das im Nachgang der Vertiefungsstudie von 2011 gesetzte Ziel, die Zufriedenheit der Berner Bevölkerung mit der Polizeiarbeit über den schweizerischen Schnitt zu heben, noch knapp nicht erreicht werden.
Deutlich verbessert hat sich auch die Beurteilung der Polizeipräsenz. Diese wurde von fast zwei Dritteln der Bevölkerung als genügend erachtet, womit der Wert klar über dem schweizerischen Durchschnitt liegt. Dies zeigt, dass die Schwerpunkte zur Verstärkung der Präsenz gewirkt haben. So wurden in den vergangenen Jahren insbesondere die Öffnungszeiten der Polizeiwachen mehreren Regionen des Kantons an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst, was den dort stationierten Polizistinnen und Polizisten erlaubt, vermehrt auf den Strassen in den Gemeinden präsent zu sein. Negativ entwickelt hat sich die Zufriedenheit der Betroffenen nach Delikten. Trotz der geringen Fallzahlen wird hier ein Augenmerk darauf gelegt werden und die Ursachen abgeklärt werden müssen.

Einbrüche stabil, Diebstähle rückläufig
Über die letzten vier Jahre gesehen blieb die Zahl der von Einbruchsdiebstählen im Kanton Bern betroffenen Personen stabil und entsprach praktisch dem schweizerischen Durchschnitt. Gemäss der Polizeilichen Kriminalstatistik war die Zahl der Einbruchdiebstähle indes seit 2013 wieder deutlich rückläufig, was auch auf eine entsprechende polizeiliche Schwerpunktsetzung zurückzuführen sein dürfte. Ebenfalls markant und somit nahe an den nationalen Durchschnitt zurückgegangen ist die Zahl der Diebstähle. Es darf davon ausgegangen werden, dass die diesbezüglich ergriffenen Massnahmen fruchten.

Weniger Personen von Gewalt betroffen
Gemäss der Vertiefungsstudie hat die Zahl der Betroffenen von Delikten gegen die Person gegenüber 2011 abgenommen. Dieser Trend deckt sich mit der rückläufigen Entwicklung, welche im gleichen Zeitraum auch in der Polizeilichen Kriminalstatistik feststellbar ist. Der Kanton Bern liegt damit sowohl bei Raubdelikten als auch bei Tätlichkeiten und Drohungen unter dem jeweiligen schweizerischen Durchschnitt. Einzig bei sexuellen Übergriffen liegt der Kanton Bern ganz leicht über dem schweizerischen Durchschnitt.

Unsicherheitsgefühl noch über dem schweizerischen Durchschnitt
Wie die Vertiefungsstudie weiter zeigt, gaben rund 17 Prozent – annähernd gleich viel wie 2011 – der Befragten an, sich bei Dunkelheit auf der Strasse unsicher zu fühlen. Wie 2011 fühlen sich dabei Frauen häufiger unsicher als Männer. Damit bleibt der Kanton Bern nach wie vor über dem schweizerischen Durchschnitt. Gemäss den Ergebnissen treffen mehr als die Hälfte der Befragten Vorsichtsmassnahmen, um nicht Opfer eines Verbrechens zu werden. Zudem stört sich die Mehrheit der befragten Personen auf der Strasse an Vandalismus. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gemeinden wird geprüft, welche Örtlichkeiten allenfalls betroffen sind und inwiefern sich Massnahmen anbieten, um das Sicherheitsgefühl zu verbessern.

Präventionskampagnen werden besser wahrgenommen
Gaben im Rahmen der Vertiefungsstudie von 2011 noch weniger als die Hälfte der Befragten an, eine oder mehrere Kampagnen der Kantonspolizei Bern zu kennen, so sind es 2015 bereits deutlich mehr als die Hälfte. Auch haben zahlreiche Personen angegeben, ihr Verhalten aufgrund einer Kampagne angepasst zu haben. Dabei geht hervor, dass die Kampagne gegen Einbruchdiebstähle am bekanntesten ist.

(cg)

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